Runder Tisch

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Runder Tisch in Bloherfelde

Eine neue Form bürgerschaftlichen Engagements hat sich in Bloherfelde, Anfang der 1990er Jahre, mit der Bildung eines Runden Tisches entwickelt. Der Runde Tisch, wo Vertreter sehr verschiedener Vereine, Institutionen, Verbände, Initiativen, Interessengruppen pp. ohne Rangordnung an einem Tisch sitzen, gleichberechtigt Probleme benennen und nach Lösungen suchen, hat sich vor allem in einer Zeit zunehmender Kritik an der Willensbildung der Politik durch die Parteien als eine Alternative entwickelt, der allseits beklagten Politikverdrossenheit zu begegnen und bürgerschaftliches Engagement als eine erstrebenswerte Tugend zu begreifen.

Gegründet wurde der Runde Tisch von der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde in Bloherfelde anlässlich der Friedensdekade im November 1992. Initiatoren waren die Pastoren Franz Bögershausen und Werner Dettloff. Sie wollten während der von den beiden Kirchen zwischen dem Volkstrauertag und dem Ewigkeitssonntag veranstalteten Friedensdekade nicht mehr nur mit zum Teil namhaften Gästen Probleme internationaler Friedenspolitik diskutieren, sondern sich auch der Probleme vor Ort annehmen - unter dem Motto: „HIER fragen, was uns unter den Nägeln brennt“.

Gegenwärtig nehmen etwa 45 Organisationen und rund 30 Einzelpersonen am Runden Tisch teil. Da zu den etwa vierteljährlich stattfindenden Sitzungen auch öffentlich eingeladen wird, können auch interessierte Bürger teilnehmen und ihre Probleme vortragen. Auf diese Weise hat sich der Runde Tisch in Bloherfelde zu einem breiten basisdemokratisch organisierten Forum entwickelt, in dem alle gesellschaftlichen Gruppen an den Lösungen der Probleme ihres Stadtteils arbeiten können.